Webdesign Leipzig

Professionelle Websites für kleine und mittlere Unternehmen

Was eine Unternehmensseite leisten muss

Die meisten Mittelstandsauftritte scheitern nicht an der Gestaltung, sondern an der Struktur. Dieser Beitrag zeigt, worauf es tatsächlich ankommt.

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Kleine und mittlere Unternehmen tragen den größten Teil der Wirtschaft – und haben mit Abstand die schwächsten Webauftritte. Das liegt selten am Willen und fast nie am Budget, sondern daran, dass niemand die eine Frage gestellt hat: Was soll diese Seite eigentlich bewirken?

Eine Unternehmensseite ist kein digitaler Prospekt. Sie ist ein Vertriebskanal, der rund um die Uhr arbeitet – oder eben nicht. Dieser Beitrag beschreibt, was den Unterschied macht.

Struktur und Aufbau einer Unternehmenswebseite

Der häufigste Fehler: alles auf einer Seite

Der mit Abstand teuerste Fehler ist eine Leistungsübersicht, auf der alles steht. Sie wirkt aufgeräumt und ist aus Sicht der Suchmaschine wertlos: Google bewertet einzelne Seiten, nicht Unternehmen. Wer zwölf Leistungen auf einer Seite bündelt, wird für keine davon gefunden.

Die Lösung ist unspektakulär: Jede Leistung, nach der jemand tatsächlich sucht, bekommt eine eigene, ausführliche Seite. Das klingt nach mehr Arbeit und ist es auch – aber es ist der einzige Weg, über die Suche Anfragen zu bekommen.

Die fünf Seiten, die den Unterschied machen

Wenn das Budget begrenzt ist, kommt es auf diese fünf an. Alles Weitere lässt sich später ergänzen.

1. Die Startseite

Sie muss in den ersten drei Sekunden drei Fragen beantworten: Was bieten Sie an, für wen, und wie nimmt man Kontakt auf? Alles andere ist nachrangig. Der häufigste Fehler ist ein Begrüßungstext, der von der Firmengeschichte handelt statt vom Anliegen des Besuchers.

2. Die Leistungsseiten

Je eine pro Leistung, mit dem Wortlaut, den Ihre Kunden verwenden – nicht mit dem Fachbegriff aus der Branche. Wer nach „Heizung reparieren" sucht, findet keine Seite, die von „Instandsetzungsdienstleistungen im Bereich Wärmetechnik" spricht.

3. Die Über-uns-Seite

Die meistbesuchte Seite nach der Startseite – und die am meisten vernachlässigte. Menschen wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Echte Fotos von echten Mitarbeitenden schlagen jeden Text über Werte und Visionen.

4. Referenzen oder Projekte

Nichts überzeugt so zuverlässig wie ein abgeschlossener Auftrag, der dem des Interessenten ähnelt. Drei ausführlich beschriebene Projekte wirken stärker als zwanzig Logos ohne Kontext.

5. Die Kontaktseite

Telefonnummer als anklickbarer Link, Adresse, Anfahrt, Erreichbarkeit und ein Formular mit möglichst wenigen Pflichtfeldern. Jedes zusätzliche Feld kostet Anfragen – fragen Sie nur ab, was Sie für die erste Antwort wirklich brauchen.

Lokale Sichtbarkeit in der Suche

Sichtbarkeit in der Kartenansicht

Bei lokalen Suchanfragen sieht der Nutzer zuerst die Karte – nicht Ihre Webseite. Das Google-Unternehmensprofil ist deshalb kein Nebenschauplatz, sondern häufig der eigentliche Erstkontakt.

Die meisten Profile schöpfen ihre Möglichkeiten nicht aus: fehlende Kategorien, keine Leistungen hinterlegt, veraltete Zeiten, keine Bilder, unbeantwortete Bewertungen. Das nachzuholen kostet wenige Stunden und wirkt oft schneller als jede Änderung an der Webseite selbst.

Was eine Unternehmensseite kostet

Für einen mittelständischen Betrieb liegt der übliche Rahmen bei 4.900 bis 8.500 € netto – mit Beratung, eigenem Design, Textarbeit, lokaler Suchmaschinenoptimierung und barrierefreier Umsetzung nach BFSG.

Soll die Seite gezielt um umkämpfte Suchbegriffe konkurrieren, kommen Wettbewerbsanalyse, ausgebaute Seitenarchitektur und laufende SEO-Arbeit hinzu; dort beginnt es bei etwa 8.900 €. Laufend fallen Hosting und Domain mit 10 bis 30 € monatlich an, die Betreuung ab 89 € netto.

Woran Sie den Erfolg messen

Klicks und Besucherzahlen sind hübsch, aber selten aussagekräftig. Was zählt, ist der Weg vom Besuch zur Anfrage.

  • Wie viele Anfragen kommen pro Monat über Formular und Telefon?
  • Über welche Suchbegriffe kommen Besucher tatsächlich?
  • Wie viele springen auf der Startseite wieder ab?
  • Wie viele Anfragen werden zu Aufträgen – und was ist ein Auftrag wert?

Häufige Fragen

FAQ

Wie viele Seiten braucht ein mittelständisches Unternehmen?

Als Faustregel: Startseite, eine Seite je relevanter Leistung, Über uns, Referenzen, Kontakt sowie Impressum und Datenschutz. Bei drei Leistungen sind das etwa acht Seiten, bei zehn Leistungen entsprechend mehr. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern dass jede Seite einen eigenen Zweck und einen eigenen Suchbegriff hat.

Brauche ich einen Blog?

Nur, wenn Sie ihn pflegen. Ein Blog mit vier Beiträgen aus dem Jahr 2022 schadet mehr, als er nützt – er signalisiert, dass hier niemand mehr hinsieht. Wenn Sie realistisch alle sechs bis acht Wochen einen fundierten Beitrag schaffen, lohnt es sich; sonst investieren Sie das Budget besser in bessere Leistungsseiten.

Kann ich die Inhalte selbst pflegen?

Ja, wenn Sie das möchten – wir richten das entsprechend ein und zeigen es Ihnen. Erfahrungsgemäß nutzen das aber weniger Kunden als gedacht: Die meisten schicken uns lieber eine kurze Nachricht, und kleinere Änderungen sind in der Betreuung enthalten.

Wie lange dauert es, bis die Seite Anfragen bringt?

Für lokale Suchbegriffe sehen wir meist nach acht bis zwölf Wochen erste Bewegung, bei umkämpften Begriffen dauert es sechs Monate und länger. Schneller wirkt fast immer das Google-Unternehmensprofil – deshalb richten wir es gleich zu Beginn vollständig ein.

Mittelstand

Was fehlt Ihrer Unternehmensseite?

Wir sehen uns Ihren bestehenden Auftritt an und sagen Ihnen konkret, welche drei Änderungen am schnellsten Anfragen bringen – auch wenn Sie diese selbst umsetzen möchten.

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